April in Zülpich (III)
Veröffentlicht von am 08.06.2020 8:00 1 Kommentar

 

 

Ich, das Chamäleon,
war nirgends zu sehen,
krallte mich fest auf der Karte.

Ich roch das Nichts,
ich vermied die Nähe
und schlüpfte in die Worte,
die Städte waren,
Länder, Meerengen, Gebirge.

Ich suchte auf meinen Streifzügen durch
Buchstabenketten
einen Milimeter Morgengrauen,
eine winzige Falte Zuhause.

Eine dünn eingezeichnete Straße führte dorthin.

nach Michael Wallner: April in Paris

 

Mehr Gedichte mit dem Textmarker gibt es hier: neonstift

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