Wie Mechernich zu ungeahntem Ruhm kam
Veröffentlicht von am 08.09.2014 12:13

Lieblingsessen, Lieblingstier, Lieblingsfarbe – ok, all das gibt es. Aber einen Lieblingsheiligen? Bis ich in Mechernich war, wusste nicht mal, dass man so etwas haben kann. Die Mutter vom Schweizer Star-Architekten Peter Zumthor jedenfalls hatte einen. Und zwar den Heiligen Nikolaus von der Flüe. Kurz: Bruder Klaus, Schutzpatron der Landjugendbewegung. Und es war vermutlich gerade dieser Zufall, dass Zumthors Mutter Bruder Klaus so mochte, der dem Ehepaar Trudel und Hermann-Josef Scheidtweiler aus Mechernich in Euskirchen zu großer Bekanntheit verhalf. Die Landwirte haben ihren großen Hof mitten im ländlichen Idyll: Wiesen, Wald und Felder säumen ihr Grundstück. Und genau dort wollten sie eine Kapelle zu Ehren von Bruder Klaus errichten lassen. Am besten auf dem Hügel. Dort haben sie die Kapelle immer im Blick und auch aus der Ferne könnte man sie schon erblicken. Sie fragten den Architekten also geraderaus. Der zierte sich zunächst noch, kam aber nach einigem Hin und Her der Bitte tatsächlich nach. Sogar auf sein Honorar verzichtete er.

Das Foto zeigt das Innere eines Brunnens mit Lichtblick