Blog | Südwestfalen

Tobias Siebert

Südwestfalen

Tobias Siebert

Tobias Siebert (*1993) ist Autor und Absolvent des Deutschen Literaturinstituts Leipzig. Zuvor studierte er Komparatistik und Sprachkunst in Mainz und Wien. Er veröffentlichte in verschiedenen Zeitschriften und Anthologien und ist Mitveranstalter der interdisziplinären Lesereihe anemonen. 2021 war er Finalist beim Literaturförderpreis der Landeshauptstadt Mainz. Er lebt in Leipzig. In seinem Projekt Komm, lass rausgehen möchte er sich in Südwestfalen auf die Suche nach subkulturellen Phänomenen begeben und deren Sichtbarkeit im Kontext der Digitalität betrachten. Welche neuen Möglichkeiten und Chancen bietet eine digitale Infrastruktur im ländlicheren Raum und welche Bedeutung kommt den größeren Städten dabei noch zu? Welche Hobbys, für die es in der Stadt gar keinen Platz gibt, werden auf dem Land ausgelebt? Die dabei gewonnenen Eindrücke werden auf dem Blog zu literarischen Miniaturen und Kurzessays verarbeitet.

Parkdeck

Sie stehen am Bahnsteig – die Kids. Gleis 1, Gleis 2 – das ist doch eigentlich egal. Sie stehen an […]

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Vorherige Beiträge von Tobias Siebert

Blog | Sauerland

Tanja Maljartschuk

Sauerland

Tanja Maljartschuk

Tanja Maljartschuk (*1983) lebt als Autorin in Wien. Sie studierte Philologie an der Prykarpattia National Universität in ihrer Heimatstadt Iwano-Frankiwsk in der Westukraine und arbeitete einige Jahre als Fernsehjournalistin in Kiew. Seit 2011 ist sie wohnhaft in Österreich. Ihr letzter Roman Blauwal der Erinnerung erschien 2019 in deutscher Sprache. Sie veröffentlichte zahlreiche Essays, u. a. in der FAZ und in Die Zeit sowie Hörfunkbeiträge im ORF. Für ihre literarischen Arbeiten wurde sie mehrmals ausgezeichnet, u. a. 2016 mit dem Preis Buch des Jahres der BBC Ukraine und 2018 mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis für die Erzählung Frösche im Meer. Im Rahmen ihrer Residenz möchte sich Tanja Maljartschuk mit der Geschichte des Zweiten Weltkriegs im Sauerland beschäftigen, Unterlagen zu osteuropäischen Zwangsarbeiter:innen in den umliegenden Archiven recherchieren und somit eine Brücke zwischen verschiedenen Modellen der Erinnerungskultur in Form von kurzen Essays bauen.

3. Heilwasser

Seit Kriegsbeginn habe ich an die vierzig Interviews gegeben und in etwa ebenso viele Auftritte, Diskussionen und Lesungen absolviert. Gezählt […]

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Vorherige Beiträge von Tanja Maljartschuk

Blog | Ruhrgebiet

Rabab Haidar

Ruhrgebiet

Rabab Haidar

Rabab Haidar (*1977) lebt in Berlin und wuchs in Syrien und Bahrain auf. Sie studierte Englische Literatur an der Tishreen Universität Latakia, ist vereidigte Übersetzerin und arbeitete als freie Journalistin. Ihre Reisen in zahlreiche Länder in Südasien, Europa, Nord- und Ostafrika und im Mittleren Osten halfen ihr, „Gesellschaften als Kontinuum zu verstehen“. 2012 erschien ihr erster Roman Land des Granatapfels. Seit 2017 schreibt sie für deutsche Medien, u. a. für Zeit Online, Vogue und weiterschreiben.jetzt. Mit einem Stipendium der Heinrich-Böll-Stiftung kam sie 2019 nach Deutschland und trat seither bei verschiedenen Festivals und Lesungen auf. Mit ihrem Essay-Projekt Barfußlaufen in kleinen Gärten möchte sie ein Mosaik des ganz normalen Lebens im Ruhrgebiet erschreiben, den Geschichten der Menschen durch Bars, Cafés, Museen, Parks, Märkte folgen, den Rivalitäten zwischen Biersorten und Fußballclubs lauschen und unsere Hobbys und Quarantäne-Routinen beobachten.

Während ihrer Residenz werden Rabab Haidars Texte von Freyja Melsted übersetzt.

Stellung beziehen II- Keeping Up with the Earthlings

Das Bügeleisen hinterlässt einen kreideartigen Fleck auf meinem letzten ansehnlichen schwarzen Hemd. Wie von Kurt Vonnegut prophezeit, bereite ich mich […]

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Blog | Rheinschiene

Stefanie de Velasco

Rheinschiene

Stefanie de Velasco

Stefanie de Velasco (*1978) wuchs als Kind spanischer Einwander:innen in Oberhausen und Bonn auf. Ihr Debütroman Tigermilch wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und verfilmt. Aus ihrem Streik vor der Akademie der Künste Berlin für eine gerechtere Klimapolitik entstand 2020 der Gedanke, aus Schrott ein Wohnfahrrad zu bauen und damit durch die Republik zu fahren. Ihr Konzept: Nachhaltiges Erzählen – eine Ästhetik des Nachhaltigen als künstlerische Praxis in Anlehnung an ressourcenschonende Handlungsprinzipien. Während ihrer Residenz kehrt sie an die Orte ihrer Kindheit und Jugend zurück: Sind die Pfützen in Sankt Augustin im Frühjahr immer noch voller Kaulquappen? Und wenn nein, warum? Sie will sich mit Akteur:innen, Landschaften, Bäumen und Räumen verbinden und nach einer Sprache suchen, die nicht nur die Brüchigkeit der Verhältnisse im Anthropozän nachweist, sondern gleichzeitig neue Kreisläufe, Existenz- und Erzählformen herausstellt.

Tutzi/Tauben

Heute war der Mann mit der Glatze und dem großen roten Eimer wieder da. Er hat die Futterplätze oben auf […]

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Blog | Ostwestfalen-Lippe

Tobias Schulenburg

Ostwestfalen-Lippe

Tobias Schulenburg

Tobias Schulenburg (*1987) lebt in Köln, dann jetzt aber natürlich in Ostwestfalen-Lippe. Er schreibt und zeichnet. Seit 2018 ist er Diplomstudent an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Im Jahre 2020 erschien sein Debütband es sich schön machen. Aus einem früheren Leben hat er auch noch einen Abschluss als Automobildesigner. Während der Residenz fertigt er durch die Erlebnisse vor Ort inspirierte Texte und Zeichnungen unter dem Arbeitstitel Ich kannte niemanden und alle waren nett an. Ihn interessieren dabei, ohne jeglichen Anspruch auf Vollständigkeit: Wie wir mit unserer Zeit umgehen und durch die Tage kommen, außerdem: Einkaufszentren, Parkplätze, queeres Leben, Motorsport, semi-romantische Waldwege, Fashion, Glaubensgemeinschaften, System-Gastronomie, Flohmärkte (na klar), Bürogebäude, Gewässer aller Art und ihre Ufer, Tiere, Müllkippen, Siedlungen, Tankstellen, Querfeldein-Gehen, Seniorenheime, Dämmerungen, Eisdielen, Kraftwerke, Alkoholkonsum, Werksverkäufe.

Nett

Anmerkung vorab: Das folgende Gedicht "Ich kannte niemanden, und alle waren nett" ist sowas wie mein Abschlusstext für die vier […]

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Blog | Niederrhein

Álvaro Parrilla Álvarez

Niederrhein

Álvaro Parrilla Álvarez

Álvaro Parrilla Álvarez (*1983) ist Drehbuchautor, Autor und Regisseur mit einer Leidenschaft für Musik, Film und Literatur. Er studierte Medienwissenschaften an der Universität von Sevilla, wo er seine ersten Kurzfilme drehte und schrieb. Für die Arbeit an seinem Kurzfilm Goldfische kam er 2014 nach Deutschland und absolvierte ein Studium in Drehbuch und Regie an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Hiernach drehte er die Kurzfilme Interkosmos (2020) und Viereinundfünfzig (2022). Unter dem Titel Zwei Andalusier im Wilden Westen will er während seiner Residenz den Spuren seines Großonkels Manolo nachgehen: Über 50 Jahre lang lebte er in der Region und wurde für seine Familie ein Fremder. Wer war Manolo? Warum hatte er sich NRW ausgesucht? Jetzt, zehn Jahre nach seinem Tod, sucht Parrilla Álvarez Antworten am Niederrhein, einer Grenzregion mit fernen Horizonten und weiten Landschaften, wie ein Western in der Dämmerung.

Während seiner Residenz werden Álvaro Parrilla Álvarez‘ Texte von Freyja Melsted übersetzt.

Apuntes para continuar una búsqueda de ida y vuelta (o cómo volver al sur)

1.  Big Bang – Según algunas teorías astronómicas, gran explosión de una masa compacta de energía y materia que dio […]

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