Stipendiaten

Region Aachen:

Pascal Bovée (geb. 1980) lebt als Autor, Übersetzer für Niederländisch in Hildesheim. Für seine interaktiven künstlerischen Arbeiten und Hörspiele wurde er mehrmals ausgezeichnet. Zu seinen vielfältigen Wirkungsstätten zählen prominente Produktionshäuser: das Choreographische Zentrum NRW PACT Zollverein, das Europäische Zentrum der Künste Hellerau in Dresden, der Bayerische und der Südwestdeutsche Rundfunk sowie das Schweizer Radio und Fernsehen. Im Rahmen seiner Residenz möchte Pascal Bovée eine literarische Landkarte der Region Aachen erstellen und dafür Miniaturen anfertigen, „die unterschiedliche mediale Formate nutzen: radiophone Skizzen […], Bild-Text-Reportagen sowie lyrische Elemente.“

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Die Grafik zeigt das Logo der Kulturregion Bergland

Bergisches Land:

Tilman Strasser (geb. 1984) hat nach seinem Studium in Hildesheim für verschiedene Film- und Fern- sehproduktionsfirmen als Storyliner und Entwickler gearbeitet. Heute ist er als freier Autor und Litera- turvermittler in Köln zu Hause. Strassers Tor zum Bergischen Land sind die Menschen. Auf Erkundungs- reisen sollen Porträts von „den Leuten“ der Region entstehen. Doch Vorsicht: Manchen will er „etwas andichten“, manches „schräg beleuchten, sodass ein neuer Blickwinkel entsteht“ und manche Porträts gar „komplett erfinden“ – möglichst so, sagt er, dass man es nicht merkt …

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Die Grafik zeigt das Logo der Kulturregion Hellweg

Hellweg:

Annika Stadler (geb. 1984) lebt und arbeitet in Berlin und Estland. Als Dramaturgin, Autorin und Performerin war sie u. a. an den Sophiensaelen Berlin, an der Volksbühne Berlin, am Maxim-Gorki-Theater, am Schauspiel Stuttgart und am Jungen Theater Göttingen aktiv. Von 2015 bis 2018 arbeitete sie als Dramaturgin und Regisseurin am Schlosstheater Moers. Ist sie irgendwo zu Besuch, geht sie „zuerst in den Botanischen Garten oder den nächsten Obi.“ Im Hellweg will sie ein „Museum der unbrauchbaren Dinge“ errichten, das Geschichten von den Leichen im Keller erzählt, oder als Spazier- gängerin den Grenzen nachspähen, an denen sich urbane Räume und idyllische Natur begegnen. „Nie habe ich mehr Flieder und Brombeeren gesammelt als am Rand von Oberhausen.“

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Die Grafik zeigt das Logo der Kulturregion Münsterland

Münsterland:

Charlotte Krafft (geb. 1991) studierte Deutsche Literatur in Berlin und Literarisches Schreiben am Literaturinstitut in Leipzig. Mit drei befreundeten Autoren gründete sie die Rich Kids of Literature, ein Kollektiv, das durch öffentliche Events und Aktionen neue Zielgruppen erschließt und junge Autorinnen und Autoren mit interessanten literarischen Ansätzen fördert. Als Tochter zweier Landschaftsarchitekten mit einem Faible für Science-Fiction, Horror und Fantastik fragt sich Charlotte Krafft: „Warum beziehen und bezogen sich fast alle Zukunftsvisionen immer auf urbane Ballungszentren, und warum spielt die Entwicklung von Orten und Landschaften mit Denkmalwert kaum je eine Rolle darin? Im Münsterland möchte sie der Frage nachgehen, „ob der ländliche Raum, das Dorf, die Kleinstadt nicht gerade wegen seiner Vernachlässigung in der spekulativen Literatur auch als unbeschriebener Hoffnungsraum dienen könnte“.

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Die Grafik zeigt das Logo vom Kulturraum Niederrhein e.v.

Niederrhein:

Carla Kaspari (geb. 1991) ist durch und durch Städterin, hat in Dortmund, Bonn, Köln und Paris gelebt und studiert (Musikwissenschaft und Germanistik). Seit 2013 lebt sie in Köln, wo sie als freie Autorin, Texterin, Übersetzerin und DJ arbeitet. Für das Literatur- und Kulturmagazin „metamorphosen“ verfasst sie die Kolumne „nelke-schneewittchen & alfalfa“, die auf Twitter vom ZEIT-Feuilleton als „einzig rele- vante Kolumne in einer deutschsprachigen Zeitschrift“ geadelt wurde. Im Niederrhein möchte Carla Kaspari vier Monate lang in einem multimedialen Blog – Texte in Kombination mit Bildern, Interview- Podcasts und Videos – erkunden, was es bedeutet, die Stadt für eine gewisse Zeit wirklich hinter sich zu lassen.

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Die Grafik zeigt das Logo von OstWestfalen Lippe

Ostwestfalen-Lippe:

Yannic Han Biao Federer(geb. 1986) hat in Bonn, Florenz und Oxford Germanistik und Romanistik studiert. Er promoviert aktuell in Bonn und arbeitet im Literaturhaus Köln. Für seine literarischen Texte erhielt er zahlreiche Preise: u.a. das Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium (2017), den Harder Literaturpreis und den Hauptpreis der Wuppertaler Literatur Biennale (2018). Beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt wurde ihm der 3sat-Preis zugesprochen. 2019 erschien sein Debütroman „Und alles wie aus Pappmaché“ bei Suhrkamp. Geleitet von der Frage, wie Peripherie und Zentrum ineinanderfließen, will Yannic Federer die Kulturregion gezielt abseits der Stadtzentren abschreiten und dabei fotografisch und textlich Notizen anlegen, die in wöchentliche Blog-Berichte und tägliche Instagram-Storys einflie- ßen.

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Die Grafik zeigt das Logo der Region Köln Bonn

Rheinschiene:

Larissa Schleher (geb. 1993) hat Wirtschaftswissenschaften, Theologie und Germanistik in Stuttgart studiert. Für ihre literarischen Arbeiten wurde sie vielfach ausgezeichnet: u. a. mit dem Lyrix-Preis des Deutschlandfunks und dem StoryApp-Preis des Münchner Kurzgeschichtenwettbewerbs. Ihr Debutro- man wurde vom Förderkreis deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg gefördert. In der Rhein- schiene will sie die Möglichkeit ergreifen, den scheinbar „ungeliebten ‚All-Tag‘ einmal genauer unter die (schriftstellerische) Lupe und unter die (Foto-)Linse zu nehmen.“ In einem Fototextbuch möchte sie ausgewählte Bewohner*innen der Region an Orten treffen, die für sie Alltag darstellen, um mit ihnen darüber zu reflektieren, was der Alltag für sie bedeutet. Der Clou: Die Essenzen dieser Reflexionen sollen zu Ausgangspunkten für die Gespräche mit der jeweils folgenden Person werden, sodass die Menschen nicht nur mit ihr, sondern durch sie auch miteinander sprechen.

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Die Grafik zeigt das Logo der Kulturregion Ruhrgebiet

Ruhrgebiet:

Brandstifter lebt in Mainz und ist ein international aktiver interdisziplinärer, konzeptueller Aktionskünstler, Autor und Musiker. Seine vielfach ausgezeichneten Arbeiten decken ein breites Spektrum ab: Collage, Copy Art, Interventionen im öffentlichen Raum, Konkrete Poesie, Buchkunst, Lyrik, experimentelle Musik, Soundpoetry, Lesung und Performance. Er ist Herausgeber der Collaborations Artists’ Books Reihe „antipodes“ und der Fundzettelzeitschrift „Lost & Found“ sowie erster Vorsitzender des Mainzer Kunstvereins Walpodenstraße 21 e. V. in der Walpodenakademie. 2020 möchte Brandstifter als Regionsschreiber verlorene Botschaften in Form von Zetteln in NRW sammeln, um daraus eine Asphaltbibliotheque stadt.land.text zu errichten, die das Leben der Kulturregion abbildet.

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Die Grafik zeigt das Logo der Kulturregion Sauerland

Sauerland:

Justine Z. Bauer (geb. 1990) wuchs mit drei Geschwistern auf einem Bauernhof auf. Sie hat ein Diplom in Bildender Kunst der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Sie war nominiert für den Wort- meldungen Förderpreis 2018 und erhielt eine Einladung zur schreibwerkstatt der Jürgen-Ponto-Stiftung 2020. Zurzeit studiert sie postgradual Spielfilmregie/Drehbuch an der KHM. Das Studium finanziert sie sich durch das Ernten von Bärenklausamen im Sommer und das Arbeiten auf einer Huskyfarm im arktischen Winter, wo sie Touristen das Fahren auf Hundeschlitten beibringt. Im Sauerland will Justine Z. Bauer mit ihrem Projekt „Zwischen den Siloballen“ den Landwirten und (insbesondere) Landwirtinnen eine Stimme geben und eine tragisch-komische Sammlung oder zusammenhängende Geschichte über das Leben auf dem Land in NRW verfassen.

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Die Grafik zeigt das Logo der Kulturregion Südwestfalen

Südwestfalen:

Dr. Barbara Peveling (geb. 1974) lebt in Paris und Köln. Nach einem längeren Aufenthalt im Nahen Osten, hat sie in Tübingen und Paris in Ethnologie und Geschichte promoviert. Ihre Dissertation wurde 2015 mit dem Manfred-Görg-Preis ausgezeichnet. Mit dem Roman „Wir Glückspilze“ debütierte sie 2009 beim Verlag Nagel und Kimche in Zürich. Ihr Roman „Rachid Rebellion“ erschien 2017 im Wiener Goldegg Verlag. Sie veröffentlicht in Zeitschriften, Anthologien und Onlinemagazinen und wurde mehr- fach ausgezeichnet. So war sie u. a. 2006 Finalistin beim Open Mike, 2015 erhielt sie das Goldegg- Autorenstipendium und 2019 wurde ihr der Preis der Buchmesse Ried zugesprochen. In Südwestfalen will Barbara Peveling auf Feldforschung gehen, „um nach dem Besonderen zu suchen, dem Einmaligen“, nach dem, „was im Lokalen Widerstand bietet, gegen den allgemein bekannten Globalisierungseffekt, der darin besteht, dass sich die Regionen der Welt immer ähnlicher werden.“

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