Häuschen im Grünen

Wer träumt nicht von einem Häuschen im Grünen? Ein Ort jenseits der Stadt, fern vom Lärm, unberührt von der täglichen Unruhe, frei vom Stress. Ein Zufluchtsort auf dem Land, umgeben von Wiesen und Wäldern, ist schon seit der Industrialisierung Traum vieler Städter.

Nicht wenige der Pariser Banlieue sind so entstanden: Vor der Stadt flüchtende Wochenendpendler aus dem 19. Jahrhundert haben das Dorf zur Stadt gemacht.

Ein Wochenendhaus  auf dem Land zu haben, ist ein großes Abenteuer und kostet Zeit, denn auch das Haus will Aufmerksamkeit und muss gepflegt werden. Davon erzählt Sarah Khan amüsant in ihrem Roman, der bei dem Verlag mikrotext 2019 erschienen ist.

Aber man kann es auch viel leichter haben und einfach auf dem neu eröffneten KulturFlecken-Weg zu dem Häuschen im Grünen wandern. Die Installation des Siegener Autors Crauss lädt zum Verweilen ein, und gibt dem Vorübergehenden sogar Textfutter mit auf dem Weg. Dabei ist es eine völlig nachhaltige Einrichtung. Ein Häuschen im Grünen für ALLE!

       (c) Crauss                  (c) Sebastian Richter

Das Beitragsbild ist von Crauss, vielen Dank dafür!

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Nachrichten aus der Mönchszelle

„Das Wesen des Menschen bei der Aufnahme sichtbar zu machen, ist die höchste Kunst der Fotografie.“ -Friedrich Dürrenmatt-

Sauerland Drive-by heißt eine seiner Serien, oder auch einfach Altena. Dirk Vogel beschäftigt sich in seiner Fotografie weniger mit der Frage nach Heimat, als der Welt, die ihn umgibt, oder „die Menschlichkeit des Augenblicks“, wie er selbst sagt, und damit Robert Frank zitiert, eine der Persönlichkeiten, die seine Arbeit inspiriert und beeinflußt haben.

Die Bilder von Robert Frank beschäftigen Vogel seit er 15 Jahre alt ist. Und seitdem ist er unterwegs, fotografiert die Welt, aus Südwestfalen heraus und auch darin wieder zurück. Immer mit einem Auge hinter der Linse. Dieses Motiv als Selfie ist sein Markenzeichen.

Mit 13 Jahren nahm Vogel durch Zufall die Kamera eines Freundes in die Hand und erkannte, dass die Welt durch die Linse plötzlich ganz anders aussah. Das war die Entdeckung des eigenen, autonomen Blicks. Dabei hat er niemals ein Hobby zum Beruf gemacht, denn es war immer eine Berufung für ihn, sich das eigene und in dieser Form, authentische Bild seiner Wirklichkeit zu machen. Die Einsamkeit ist und bleibt ein Grundthema für Dirk Vogel. Diese setzt sich auch in seinen Bildern fort, ob Altena, Sauerland oder Berlin, eine Stimmung des Verlassenseins steckt konstant in seiner Produktion und damit auch eine Suche nach der Grundfrage der Menschheit, unsere flüchtige Passage in dieser Welt.

 

Dirk Vogel ist hartnäckig in seiner Arbeit, er bearbeitet Themen über lange Zeit hinweg, Altena schon seit 2012 und er fotografiert analog. Die Dunkelkammer ist für ihn eine Mönchszelle, in der er sich die Fragen des Lebens und der Welt stellt. Die Antworten findet der Betrachter in seinen Bildern .

 

Vogels wichtigsten Arbeiten sind u.A. die Portraitsammlung jüdischen Lebens in Deutschland, der Bildband „Augenblicke – Portraits von Juden in Deutschland“ erschienen im Mosse Verlag, 2003 Berlin und der Bildband „Gesichter der Friedlichen Revolution“ 2011.

Der Alltag ist sein fotografisches Thema, er unterscheidet Foto von Bild. Das Letztere gibt Form und Inhalt wieder, öffnet eine eigene Welt. Und diese Welt ist Vogel konstant bemüht durch seine Linse zu fassen, sei es, in der Hauptstadt oder in der Provinz des Sauerlands, sein präziser Blick ist immer dabei. Denn schließlich, so sagt er, macht es keinen Unterschied, ob der Fotograf wie Michael Lange einen LA drive by in seinen Bildern festhält, oder einen Sauerland drive by, wichtig ist das Bild, das dabei entsteht, der Blick aus der Mönchszelle heraus.

Online Portofolio von Dirk Vogel.

  Dirk Vogel im südwestfälischen Sauerland

Alle Bilder in diesem Beitrag sind von Dirk Vogel.

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Mikroabenteuer

Den Begriff Mikroabenteuer lerne ich aus dem deutschen Fernsehen. Verzweifelte Städter lassen sich während der Corona-Pandemie ins Abenteuer schicken. Irgendwo in freier Natur, sollen sie unter freiem Himmel schlafen, Lost Spaces entdecken, Feuer ohne Feuerzeug oder Streichhölzer entfachen. Kurzum, Adrenalin pur, und das, obwohl sie eigentlich nicht wegkönnen, also jedenfalls nicht auf die Bahamas oder nach Kuba, in wirklich fremde Räume. Das Unbekannte, das Neue, das, was einem den Atem raubt, lässt sich auch vor der eigenen Haustür finden und damit bedrückende Sorgen, wie die Coronakrise in der wir uns derzeit befinden, für einen kurzen Moment vergessen.

Mein Mikroabenteuer beginnt an dem Parkplatz Kalberschnacke. Dort wartet Regine Rottwinkel. Die aus Bochum stammende Künstlerin leitet das Drolshagen Marketing, und hat mit ihrem Künstlerkollektiv aus 12 Frauen den Landartwanderweg KulTour gestaltet.

Landart ist wahrscheinlich die bisher demokratischste und nachhaltigste Form der Kunst. Die im Freien ausgestellten Kunstwerke sind allen Menschen zugänglich, in den meisten Fällen muss kein Eintrittsgeld gezahlt werden. Die KuLTour wurde durch das Werk von Künstlern wie Andy Goldsworthy inspiriert. Der britische Künstler benutzt für seine Werke ausschließlich Naturmaterialien, um vergängliche Werke darzustellen.

Kunstwerke, die dem Einwirken der Natur ausgesetzt sind, die Wind, Regen, Sonne und Schnee standhalten müssen, sind auch die Objekte, die auf dem rund 7 km langen Wanderweg der KuLTour zu entdecken sind.

Gleich zu Beginn begegnen wir einer Familie, ein kleiner Junge läuft neben uns her und kurz mit uns um die Wette. Er sei schneller, ruft er laut, bevor er staunend mit seinem Großvater vor dem Fischwarm stehen.

Fliegende Fische, die zwischen den Baumstämmen umher zu schweben scheinen. Lachend erzähle ich, wie meine Schwester und ich mal fast aus dem Picasso-Museum Antibes geflogen wären. Wir waren beide noch keine zehn Jahre alt. Der Fisch auf einem Teller hatte mich wahnsinnig frustriert. Ich fand, dass würde ich besser können, aber für meinen kindlichen Kreativitätsdrang gab es damals noch keine Ausdrucksmöglichkeit. Früher wurden keine Begleithefte für Kinder in Museen verteilt, in die sie malen können, oder kreative Führungen veranstaltet. Den Frust ließ ich an meiner kleinen Schwester ab und wenige Minuten später packte uns ein Aufseher am Schlafittchen, zerrte uns zu meiner Mutter und meinte, wenn sie nicht für Ruhe sorgen würde, wären wir in ein paar Minuten draußen. Meine Mutter sorgte für Ruhe, das Museum verließen wir nicht. Heute pilgere ich regelmäßig mit meinen Kindern zu Picassos Fisch in Antibes.

Landart erlaubt einen grenzenlosen Zugang zur Kunst und erlaubt genau in die Natur zu schauen, sie kreativ und spielerisch zu entdecken. Regine Rottwinkel erzählt, dass sie und ihr Team immer wieder damit beschäftigt sind, von Werken entwendete bunte Steine wieder einzusammeln oder neu zu gestalten. Aber das stört sie nicht, auch das gehört dazu. Immer wieder begegnen wir kleinen Kreationen, auf Baumstämme gestapelte Steine oder Tannenzapfen, hinterlassen von Menschen, die sich von der im Ort steckenden Kreativität haben anstecken lassen. Und so wird der KuLTour-Rundweg zu einem Gesamtkunstwerk, dass sich ständig verändert, erneuert und vergeht.

In diesem Jahr sind zwei KuLTische hinzugekommen, ein von der EU gefördertes Projekt. Die Tische sind aus sehr altem Sandstein. Sie laden wandernde Gäste zum Verweilen ein. So kann, wer will, sitzen, die Berge des Sauerlandes betrachten oder mit dem CR-Code auf den Tafeln, Texte zur Erzähltraditionen verschiedener Kulturen herunterladen.

 

Zu einem der bekanntesten Earth-Work Künstlern, wie Landart auch bezeichnet wird, gehören sicherlich Christo und Jeanne-Claude. Christo verstarb nur einen Tag bevor ich zusammen mit Regine Rottwinkel die KuLTour entdecke. Sein Projekt, den Triumphbogen in Paris zu verpacken, wird trotzdem im nächsten Jahr noch durchgeführt werden.

Denn manchmal überdauern auch Landart Kunstwerke ihre Schöpfer und existieren weiter, wenn ihre Kreateure schon längst nicht mehr sind. So wie die Kunstwerke an den Wänden der Grotte von Lascaux.

Und so ist ein Mikroabenteuer zu erleben auch nur eine weitere Metapher für die Vergänglichkeit, mit der wir uns, wie Goethe schon schrieb, tagtäglich befassen müssen, sonst sind auch wir nur ein trüber Gast – Auf der dunklen Erde.

In Südwestfalen und im Sauerland gibt es übrigens eine ganze Reihe von Kunstwanderwegen.

 

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beste zutaten für das jüngste gericht

unter unsern schreibgestählten hintern

toter rasenteppich

über leeren gräbern

WER

hat die zombies in die rückgebaute kirche gesperrt

in den sterbenden wald gejagt

tief vergraben unter den rotbuchenwurzeln der autonomen baumhäuser

der schwarz vermummte block

beantwortet lieber keine fragen

hat keinen bock

auf allzu klein kariertes

ist sich selbst

freundlich

antworten genug

nicht nur ihm fehlt

was WER

aus dantes inferno

abpumpt

aus brunnen ohne stöpseln

für IHR all zu gemeines wohl

unnatürlich

exlex

per gesetz

im schatten der friedhofsmauer

durch pandämlichen sicherheitsabstand

streng limitiert

braten wir kross in der sonne

nach dem pfannthastischen rezept

eines christlich motivierten patchworksupergauleiters

mit einem bunten resteeintopf

aus korruption, betrug, krieg und gewalt

gefickten sondermüllschicksalen

und fahrn fahrn fahrn

turbo auf der alten autobahn

mit e-bike hin und weg

ganz easy

ohne autowahn

hurrah

hambi bleibt

am sterben

weil wir sowieso nicht zusammen leben können

die bande of refugees

spukt derweil in the geisterhaus

der zug ist abgefahren

der bus fährt selten

no exit

aus die maus

entstanden unter dem eindruck der stadt.land.text -veranstaltung GEISTERDÖRFER UND SEHNSUCHTSORTE zusammen mit kolleg*innen, organisator*innen und führern beim gespräch mit waldschützern im hambacher wald am größten loch von NRW (hambacher tagebau) und dem bürgermeister von morschenich unter corona und der bevorstehenden sommerdürre. WER ist ein anagramm?

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an den haaren herbeigezogen

warum wollen bei corona immer alle zum frisör? haare brennen doch gut und wachsen nach dem tod bekanntlich weiter. ersteres hab ich vor ein paar jahren beim zigarilloanzünden auf michas rheinhessischer schafsweide in lörzweiler zu spüren bekommen. ein laues lüftchen wehte mir bei einer grillfete eine meiner langen fusseligen haarsträhnen in die feuerzeugflammme und dann hat’s FAWUSCH! gemacht und die komplette strähne sich mirnixdirnix in rauch aufgelöst. die vor mir stehende mone hat sich noch gewundert, warum ich mir mit der hand hektisch auf die geheimratsecke einschlage, als sie sich des unangenehmen geruchs wegen umgedreht hatte. mittlerweile sind die schafe gefressen, meine schüttere brandschneise nachgewachsen und der michi mäht wieder selbst. ansonsten gilt für langhaarige das gleiche wie beim freiluftluftpinkeln: vor der verrichtung immer erst die windrichtung prüfen! denn: not only the answer my friend is blowing in the wind!

dabei wäre ich anfang merz beinahe selbst zum frisör gegangen. ich hatte gerade mein wohnatelier in dortmund bezogen und beim fundzettelsammelnden flanieren durch die adlerstraße den salon cappadocia entdeckt. hätte dort sicher einiges über meinen neuen kiez aus erster hand erfahren können. solche eckläden mit schaufenstern gibt’s hier viele und zum teil sind dort bereits junge künstleroderdesignerundso schon am start up oder gerade frisch am renovieren. das unionsviertel ist sich fleißigst am gentrifizieren, mit allen vor- und nachteilen. am anfang ist das immer klasse: die anwohner, meist alteingessene arbeiterfamilien mit geringem einkommen oder migranten freuen sich mehr oder weniger über die lebenslustigen jungen leute und umgekehrt. hinterher übernehmen die nun nicht mehr ganz so jungen leute papis firma und konto und ziehen mit der kleinfamilie in die vorstadtvilla.

die schule die ist aus

die kinder gehen nach haus

sie spielen freak sie spielen punk

und schaffen morgen bei der bank

so ist das eben heute

aus kindern werden meute

die mieten sind mittlerweile langsam aber sicher ins unbezahlbare gestiegen, weil die ehemalige tristesse so bunt, lustig, interessant und begehrenswert geworden ist. wenn die uranwohner ihre mietwohnung nicht rechtzeitig gekauft und abgestottert haben müssen sie sich nun eine neue bleibe in einer anderen (noch) unbeliebten gegend suchen und dort mit gemischten gefühlen die nächste hipsterwelle abwarten…

diesem marktwirtschaftlichen automatismus, ein perfider teufelskreis des totalitären kapitalismus, hatte auch ich sicher einst unfreiwillig öl ins feuer gegossen. 2008 gründete ich mit tanja und den anderen walpoden im bleichenviertel, dem einst verrufensten stadtteil, quasi der alphabet city von mainz, im verwaisten fastnachtsarchiv die walpodenakademie, um dort ausstellungen, experimentelle musik, lesungen und performance durchzuführen. seitdem ist da nicht nur das vereinsheim des mainzer kunstverein walpodenstraße 21 e.v. sondern auch mein atelier brandstift, die homebase der asphaltbibliotheque. kann man das denn dann noch als zufall durchgehen lassen, wenn sich direkt nebenan ein skaterladen namens asphaltinstrumente und gegenüber eine nach dem glück des findens benannnte modeboutique ansiedeln? oder fällt das schon unter: nur weil du paranoid bist, heißt das nicht, dass sie nicht hinter dir her sind…

im hinterhof von kiosk & trinkhalle adler 59, wo ich jetzt in dortmund immer meine post abhole, hat sich bereits die graffitiszene fleißig, bunt und dekorativ verewigt. überhaupt bekommt in dortmund und im gesamten pott anscheinend alles was alt und kein industriedenkmal ist, üppig grafitti übergebraten. können sich da mittlerweile alle drauf einigen? also ich mag nur authentisches also wildes, illegales grafitti. idee oder botschaft sind wichtiger als technisches können oder coffee- table-booktauglichkeit. für mich können tags und stencils nicht trashig genug sein und nur diese sind authentisch und wert von mir beim zettelsammeln mit stets schußbereiter kamera dokumentiert zu werden. ob plakatabriß oder vogelschiß: unsere welt ist ebenso bunt wie kaputt und ich ihr punk (= zunder) mit zettel in der hand.

es gibt dort auch ein atelier mit punkkonzerten, wenn es nicht gerade wegen corona abgesagt ist. sowas hätte es in den späten 70er/80er Jahren nicht gegeben. jung kaputt spart altersheime war damals die devise und ich geh kaputt, gehste mit? heute wollen alle vernünftig sein, steinalt werden und dabei wie junge poshe pebbles aussehen. ich erinnere noch wie ich erschrak, als sich 2009 in manhattan eine von hinten wie 17 aussehendes girlie umdrehte und mich ein faltiges gesicht im rentenalter anblickte. figur und klamotten hatten mich getäuscht und falsche vorstellungen geweckt. der schein trügt. das schwein betrügt. ich fand das schlimm damals. heute seh ich das komplett anders: schließlich kann jeder rumlaufen wie er/sie/es es will und wofür bitte die klischees kleingeistiger spießer erfüllen? ob das daran liegt, dass ich älter geworden bin oder seitdem zuviel zeit in new york verbracht habe kann ich nicht sagen.

ist auch völlig wurscht. denn warum bitte sollte man als reifer mensch keine sogenannten dummheiten mehr in würde begehen und das ausgerechnet in dieser unseren welt, die immer dümmer und dümmer zu werden scheint? kiffen und so, das macht man doch nur bis zum abi. danach geht man gefälligst zügig studieren, arbeiten, verdient geld und gründet eine familie – wie mir eine dämliche schülerin aus dem hunsrück mal erzählen wollte. und wozu überhaupt das ganze? soll dieser impertinente schwachsinn etwa nie aufhören?

mittlerweile waren alle frisörläden in schland außer NRW (hat der laschet etwa schiss, dass die jungen nackengeschorenen muslime geschlossen zum IS überlaufen, wenn sie nicht jede woche beim frisör zusammen hocken dürfen?) geschlossen und mußten um ihre existenz bangen. als ich mir in in den 80ern in der rheinhessischem provinz den fokuhila zu einem punkwave volahiku umändern liess hatte mich im ewig blöden bad kreuznach doch glatt einer gefragt, ob ich jetzt nazi geworden sei. cut your hair or miss the boat! heute sehen fast alle meine geschlechtsgenossen wie hitlerjungen aus und solange dass so ist bleiben se bei mir lang, schon aus reiner nonkonformität. da ich meine angegraute matte schon lange nicht mehr nachschwärze gehe ich bei oberflächlichen menschen gerne mal als ungepflegt durch. wirkt jetzt bei corona auch als abstandshalter und man spart sich so die eine oder andere knoblauchzehe.

ein bekannter aus mainz hatten sich mal mit der äußert gewagte these von der rache der schwulen frisöre aus dem fenster gelehnt. also ich finde kurze haare bei frauen sexy – egal welchen alters. schließlich bin ich in den 80ern aufgewachsen und wir hatten als GOTT30 & BRANDSTIFTER in berlin auf der bühne von christoph schlingensiefs CHANCE 2000 kongress gesungen: ich will zurück in die 80er Jahre/ denn da wo ich gestorben bin/ da will ich auch beerdigt sein. GOTT30 ist der markenname einer kühlbox. diese steht immer noch im keller der galerie free range mit siebdruckstudio von oli watt in chicago. als ich 2018 dort ausstellte und ein  konzert spielte (brandstifter with 2 watts) benutzten wir den urGOTT30 als ablage und dancefloor für meine spielzeuginstrumente und labertierchens.

zehn jahre zuvor hatte ich mir schon einmal während meines ersten literaturstipendiums im münsterländischen künstlerdorf schöppingen – dort wo gerade vor der coronabedingten schließung meine stadt.land.text-kollegin charlotte krafft untergebracht war – auf dem lande kopfhaare und bart zum ersten mal wuchern lassen. künstlerdorfleiter josef spiegel sprach von meiner ähnlichkeit mit solschenizyn, andere erinnerte ich eher an charles manson, ich mich selbst an benjamin franklin und auf einer autoraststätte wurde ich von einer fremden auf einen gewissen jesus von nazareth angesprochen… damals waren lange vollbärte noch nicht salonfähig und auf einer zugfahrt nach bingen war eine frau kommentarlos aufgestanden als ich mich zur ihr ins leere abteil gesetzt hatte. heutzutage werde ich angesichts meines gezwirbelten schnurbarts oft für einen fan von dali gehalten – dabei hab ich mir den in rajasthan wachsen lassen! die inder erkennen das sofort und geizen nicht mit komplimenten.

irgendwann war ich wuchermatte und vollbart leid und als ich ende 2008 vom literaturbüro mainz für eine lesung angefragt wurde, hatte ich endlich eine gute gelegenheit, mich von dem subventionierten gewölle publikumswirksam befreien zu lassen. Meike winter, eine resolute und waschen-schneiden-legen-echte frisörin und musikerin, heute verlagskauffrau, hatte bei unserer gemeinsamen performance alle register gezogen: da ich mein spiegelbild nicht sah, hatte ich vom hitlerbärtchen und anderen fiesen finessen nur das lachen des direkt vor mir sitzenden publikums mitbekommen. ich hielt also tapfer den kopf hin während meike munter schnippelte und fräßte und ich mit ihr ganz intim von kunde zu frisörin über meine brandstifteraktionen im münsterland plauschte. apropos spiegel: josef muss immer lachen bei meinen performances und ich dann auch wenn ich ihn sehe…

haarschneideaktionen hatte es seit DADA immer mal wieder gegeben, von einem meiner lieblingsFLUXUS-künstler, dem new yorker al hansen zum beispiel. der großvater von beck hansen hat als besatzungssoldat in frankfurt den pianodrop erfunden, als er ein klavier aus einem ausgebombten fünfstöckigen haus warf. er lebte in NY quasi auf der straße und machte wunderbare madonnenskultpturen aus zigarettenstummeln. in den 90ern zog er nach köln und gegründete dort die ultimate akademie. oder mein freund hans-joachim knust aka dr. proll aus hannover: für seine super8-filmreihe ferwackeltunscharf FWU hatte auch er professionelle hilfe in anspruch genommen, um sich für einen stopptrickfilm mit einer grausamen dauerwelle verunglimpfen zu lassen uns sich dann eine glatze scheren ließ. in dem buch neoismus /neoism von edition selene, hatte ich haareschneiden als programmpunkt, zur erlangung der für den neoismus typischen kollektiven indentität, auf einem flyer für ein neoistisches trainingscamp gefunden. spannender finde ich allerdings die überlieferten neoaktionen mit brennenden brothüten, die ich selbst mit einem überzähligen fladenbrot und schifferklavier auf der verlobungsfeier von dr. treznok mit gottes oma plagierte.

am besten wir machen es so wie’s meine kollegin justine z. bauer  vorschlägt: nach der isolation in einem halben jahr schneiden wir uns alle gemeinsam gegenseitig die länger gewordenen haare und gehen dann zum friseurIn.

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Understatement

„…wie sehr es mich immer gefreut, einen gewissermassen Geistesverwandten, engeren Landsmann zu haben- denn bis jetzt ist es sehr selten, dass unter Eisen u. Kohlen unserer Vaterstadt künstlerische Elemente sich entwickelt haben.“

Ida Gerhardi an Karl Ernst Osthaus

 

Halbzeit, und damit der Moment gekommen, Bilanz zu ziehen und darüber zu schreiben, warum Südwestfalen der beste Ort der Kultur-Förderung sein kann.

Wenn ich meinen Eindruck über die Region mit einem einzigen Wort zusammenfassen sollte, dann wäre es dieses: UNDERSTATEMENT.

Südwestfalen ist mit Sicherheit eine Region, die im Außen- und Eigenbild völlig unterschätzt wird.

Südwestfalen, das ist auf den ersten Blick eine Industrieregion mit viel Wald. Die viele und üppige Präsenz der Natur, lässt einen leicht an Landwirtschaft denken. Man stellt sich dann Bauern vor, die Kühe hüten, Frauen mit Kopftüchern, die mit Eimern in den Händen zum Melken ausziehen. Man meint, es wäre eine Gegend, in der die Menschen von ihren Händen leben, indem sie das Feld bestellen, man glaubt, sie seien abhängig vom Wetter, würden gelernt haben, sich dessen Willen beugen, wie der eines alles beherrschenden Gottes. Aber das stimmt nur zu Hälfte. Von der Landwirtschaft allein haben die Menschen in Südwestfalen nie leben können.

Viele Vorurteile existieren bezüglich dieser Gegend, die kulturell gesehen, nicht viel von sich reden macht. Die zahlreichen Schützenvereine lassen an die Vorliebe für Tradition und Folklore denken. Heimat ist ein wichtiges Wort. Und das alles erinnert schmerzhaft doch auch an eine andere Zeit in Deutschland, die wir gerne vergessen wollen. So wurde ich zu Beginn des Stipendiums auch oft gefragt, was ich denn in Südwestfalen erforschen wolle, vielleicht Nazis? Rechtsradikale? AFD-Mitglieder? Den Rechtsdruck gibt es leider aktuell in sehr vielen Regionen Deutschlands und meines Wissens nach nicht herausragend mehr in Südwestfalen als in anderen Gegenden.

Religion ist ein anderes Stichwort, das immer wieder fiel. Dies oft im selben Atemzug mit Max Weber genannt, der ausführlich über den Geist des Kapitalismus im Zusammenhang mit religiöser Tradition geschrieben hat. Es wird nicht selten vermutet, der Reichtum der Region läge an einer gewissen pietistischen Lebensweise. Selbstverständlich hängt religiöse Praxis und Akkumulation von Reichtum zusammen. Dies nicht nur auf Seiten des Protestantismus.

Der Reichtum der Region kommt aber nicht vom Beten, sondern ursprünglich aus den Bergen. Er war lange versteckt in dem unterirdischen Labyrinth, einer Welt, die der des Minotaurus gleicht.

Es gibt überhaupt sehr viele versteckte Schätze in der Region. Vielleicht liegt dieser Zustand an der Gegenwertigkeit der Bergwerke, sie sind zwar stillgelegt, aber immer noch da, wenigstens im kulturellen Gedächtnis der Region. Bergwerke haben es so an sich, das man tief graben muss, um, was Leuchtet ans Licht zu bringen. Vielleicht haben sich die Menschen in Südwestfalen deswegen angewöhnt, ihr Licht unter den Scheffel zu stellen, sich genügsam zu geben, nicht auffällig jedenfalls, denn sie kennen sich aus mit vergrabenen Werten.

Während im Rheinland Kohle abgebaut wurde, waren es in Südwestfalen Erz, Kupfer und Silber. Hier wurde Eisen und Stahl produziert. Altena gilt als die Wiege der Drahtproduktion.

Die Historiker Peregrine Horden und Nicholas Purcell haben in ihrem Werk „The Corrupting Sea“ die Beziehung zwischen Menschen und ihrer Umwelt im Mittelmeer über gut dreitausend Jahre hinweg analysiert und sind zu dem Schluss gekommen, dass es eine lokale Form der „langen Dauer“ gibt. Traditionen, die sich mit der Zeit zwar verändern, aber auch eine lokale Hartnäckigkeit aufweisen. Der Begriff der „langen Dauer“, longue durée ist von Ferdnand Braudel geprägt worden, einem Historiker der Annalen Schule.

Für Braudel verläuft die menschliche Geschichte nicht gradlinig, sondern auf verschiedenen Ebenen, wobei die Ereignisse, die für uns meist zu den wichtigsten historischen Zeitmessern werden, wie der 11. September oder die aktuelle Coronakrise, eben nur Wellen auf der Oberfläche des langen Stroms der Geschichte sind, und der viel tiefere Grund darunter meist verborgen liegt.

Wenn ich nun diese von Braudel geprägte, und von Horden und Purcell weiter entwickelte Theorie auf Südwestfalen anwende, so erklärt sich das lokale verankerte „Understatement“ als ein zeitloses Phänomen, als ein historischer Tatbestand, der in den lokalen geographischen Besonderheiten und im kulturellen Gedächtnis seiner Bewohner verankert ist. Bereits die Kelten sollen dort den Wald gerodet und das Erz aus den Bergen geholt haben. Lange muss man nicht überlegen, um sich vorzustellen, wie diese Art der lokalen Produktion die Menschen formt. Die Schätze der Region befinden sich in der Tiefe ihres Seins.

Die nachhaltige Tradition der Waldrodung (Hauberge) ist eine der vielen Schätze der Region, von denen kaum jemand über die Grenzen hinaus Notiz nimmt. Südwestfalen ist still und unauffällig, mit nicht wenigen Global Players im Unternehmensbereich, ist es auch eine reiche Region. Reich und verschwiegen, wie Heinrich Vormweg in seinem Film „Siegen, Notizen einer Stadt“, erzählte. Der Film entstand 1966 und wurde nur einmal im Fernsehen gezeigt, er ist unerkannt geblieben, wie die Region, über die er berichtet.

Industrie bedeutet Kreativität und Produktivität, doch was ist mit der anderen Produktion, die eigentlich auch systemrelevant ist, die der Kunst? Auch darüber wurde bereits im Film von Vormweg reflektiert, dort ist von Verachtung gegenüber jener Produktivität die Rede, die nichts Verwertbares hervorbringt, also Kunst.

Dabei kann Südwestfalen auf eine eigene glorreiche Epoche in der Kunstgeschichte zurück schauen, der sogenannte „Hagener Impuls“, der hauptsächlich von Karl Ernst Osthaus (1874-1921) beeinflusst wurde. Zu dieser Epoche gehört auch Ida Gerhardi (1862-1921), die in Hagen geborene Künstlerin wurde von mir bereits in einer Youtube-Lesung vorgestellt. Sie ist, genauso wie Karl Ernst Osthaus, das weibliche Beispiel für die Modernität und Aufgeschlossenheit der Region. Ohne Ida Gerhardi hätte Karl Ernst Osthaus zu deutlich weniger französischen Künstlern Kontakt gehabt.

Osthaus-Museum-Hagen, Bild von Simone Scharbert

Von den ambitionierten künstlerischen Projekten des Karl Ernst Osthaus in Südwestfalen sind die architektonisch herausragenden Gebäude geblieben, wie der Hohenhof, das von Henry Van de Velde geplante Wohnhaus der Familie.

Der „Hagener Impuls“ ist kaum über den ihm eigenen Begriff des Antriebs hinausgegangen. Es ist bei einem Anstoß geblieben, das weltweit bekannte Folkwang-Museum steht heute im Ruhrgebiet, das aus diesem Impuls entstandene Bauhaus glänzt heute nicht in Südwestfalen. Dabei hatte Karl Ernst Osthaus angeregt, das soziale Leben durch Kunst zu gestalten. Er wollte die Versöhnung schaffen von Kunst und Sozialem. Eine Künstlerkolonie, Werkstätten und ein Lehrinstitut sollte gegründet werden, sie alle sind nur noch Teile eines Museums. Aber auch davon ist nichts geblieben, als die Gebäude, leere Räume, die heute dort ausgestellt sind wie Sammelstücke, schön anzusehen, beeindruckend sogar, aber leblos. Eine heute tote Utopie.

Osthaus schreibt, dass im Westfalen des 19. Jahrhunderts die künstlerische Tradition nicht wirklich veranker ist: „Kleine Malertalente, die hie und da auftauchten, verließen den Boden der Heimat und suchten in Düsseldorf oder Italien ein Milieu, das ihnen Anregung und Förderung gab.“

Doch ist die künstlerische Produktivität Südwestfalens nicht nur Vergangenheit. Auch heute noch gibt es in der Region viele Perlen künstlerischer Produktion, die still und leise vor sich hin glitzern.

Unter Eisen entwickeln sich auch künstlerische Elemente, wie Ida Gerhardi an Karl Ernst Osthaus schreibt.

Ein Künstler, der Eisen zu seinem künstlerischen Element gemacht hat, ist Eberhard Stroot. Der ehemalige Olympiasportler lebt schon lange in Kreuztal. Viele seine Kunstwerke sind aus Stahl. Das Grundmetall für Stahl ist Eisen.

Kunstwerke von Eberhard Stroot, mit freundlicher Genehmigung vom Künstler

Zu Eberhard Stroot gehört seine Frau, Karin Stroot. Die ist Tänzerin und ist im Siegerland mit ihrem Tanztheater bekannt geworden.

Tanztheater Karin Stroot, mit freundlicher Genehmigung von der Künstlerin

Das Besondere an den Stroots ist auch, dass sie als Künstlerpaar vier Kinder haben. Ich erinnere mich noch genau, wie ich, schwanger mit meinem ersten Kind, bei Karin Stroot in der Küche saß, und mir von ihr erzählen ließ, wie das so geht, Künstlersein und Kinderhaben. Es ist nicht leicht. Die Stroots sind als kinderreiche Künstlerfamilie eine Ausnahme.

Die Performance-Künstlerin Marina Abromavic beispielsweise wurde schwer angegriffen, als sie in ihrer Biographie schrieb, sie habe in ihrem Leben drei Abtreibungen gehabt. Abromavic hat nicht Unrecht, wenn sie behauptet, eine Karriere in der Kunst und Kinder seien nicht vereinbar. Ihre Aktion „The Artist is Present“ stand für meine Aktion „The Reader is Present“ in diesem Blog Pate.

Das Künstlerpaar Stroot hat nicht nur vier Kinder, sondern sich nie gescheut, damit auch offen in der Kunstwelt hervorzutreten. Als das Paar gemeinsam 1981 im Sportstudio auftrat, war ihr erstes Kind dabei und wurde von Bern Heller auf den Arm genommen.

Vierzig Jahre später sind Kunst und Kinder immer noch nicht besonders gut miteinander vereinbar. Frauen sind in der Kunst  weiterhin unterrepräsentiert. Stipendien, die Künstler mit Kindern fördern sind eher die Ausnahme. Es lässt sich nicht von einer familienfreundlichen Nachwuchsförderung sprechen, denn in der Landschaft der Preise, Förderungen und Stipendien wird oft 35 als Altersgrenze angesetzt. Erziehungszeiten werden nirgendwo angerechnet. 2014 hat Julia Franck darauf hingewiesen, dass es in Deutschland eigentlich keine Vereinbarkeit für Kinder und Kunst gibt.

Dies heißt, das Künstler, die sich eine Familie wünschen, sehr gut ihr Leben im Voraus planen müssen, was eigentlich unmöglich, und damit kontraproduktiv ist, denn weder Kinderkriegen noch Familienglück oder das Leben überhaupt sind wirklich planbar. KünstlerInnen zahlen oft einen hohen Preis für dieses familienfeindliche System der Kunstförderung.

In ihrem Roman schildert Isabelle Lehn berührend den Zustand der Zerrissenheit zwischen biologischer Reproduktion und künstlerischer Karriere einer Autorin.

Heute würde eine Kusntperformance mit Kind wie die der Stroots im Sportstudio damals, als Beispiel der Vereinbarkeit gefeiert. Damals gehörte der Auftritt lediglich zum diskreten Charme der Stroots aus Südwestfalen.

Es ist also durchaus eine fortschrittliche Region, die sich wohl selbst unterschätzt und auch von außen unterschätzt wird. Dabei steht sie den urbanen Zentren mit wenig nach, wie religiöses Miteinander, Industrie, Kunst und Kultur zeigen. Aber doch hält sich die Region selbst hinterm Berg und dies hat sicher mit dem zu tun, was der Historiker Fernand Braudel „lange Dauer“ nannte.

Möglichkeit einer Region, so habe ich mein Projekt genannt und eine Möglichkeit ist für mich die Kunst- und Kulturförderung. Eine Option ist an die Ideen von Karl Ernst Osthaus anzuknüpfen. „Folkwang“ kommt aus dem nordischen und bedeutet so viel wie „Halle des Volkes“. Osthaus wollte Kunst allen zugänglich machen und auch Künstlerresidenzen schaffen.

Eine Möglichkeit wäre eine Künstlerkolonie zu gründen, eine, die explizit KünstlerInnen aller Sparten mit Kindern fördert und damit eines der ersten nicht nur in Deutschland, sondern auch Weltweit wäre. Dafür wäre die Region nicht mal auf den Staat angewiesen, eine von UnternehmerInnen gegründete Stiftung könnte dazu eine Alternative bieten. Ein Ort der sich dafür anbieten würde, wäre beispielsweise Altena, eine Stadt mit großer Abwanderung in der Region, aber auch eine Stadt mit einem bedeutenden künstlerischen Erbe, wie das Apollo-Kino.

Südwestfalen könnte Vorbild  und Vorreiter in Deutschland für eine familienfreundliche Kulturförderung sein. KünstlerInnen würden nicht nur eine Unterkunft und Förderung, sondern auch Kinderbetreuung geboten, indem die Kinder für die Zeit des Aufenthaltes in die lokalen Schul- und Betreuungseinrichtungen integriert werden. Daraus könnte eine Win-Win-Situation entstehen, denn indem die Kinder betreut werden, können sich Künstler selbstverständlich auch in das lokale Geschehen miteinbringen.

Ein ambitioniertes Projekt mit dem ich, mit einem großen Bogen zwar, an die Ideen von Karl Ernst Osthaus anknüpfe. Ein Projekt, das einer Region würdig ist, die viel leistet, sich aber selbst gerne unter den Scheffel stellt. Ein Projekt, mit dem aus einem Understatement, ein Statement werden könnte, auf das die deutsche Kulturlandschaft wartet.

Osthaus, Hagen, Bilder von Simone Scharbert, ganz HERZLICHEN DANK dafür!

 

Tanztheater Karin Stroot, Bilder von Karin Strooh, Herzlichen Dank dafür!

 

 

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