Zwischenruf: Bergische Limericks III
Veröffentlicht von am 27.10.2021 17:28 Schreibe einen Kommentar

Weil Regionenschreiber zuweilen auf Rückmeldung von Gesprächspartner:innen warten, gar mit Schreibaufträgen bedacht wurden oder sich Monheim schlicht so gut auf Wohnheim reimt, folgt hier die dritte Fuhre Bergischer Limericks, die sich kaum mehr an das rhythmische Schema hält wie die erste und die zweite (dem infantilen Grundton bleibt sie indes unverbrüchlich treu).

Für Bine:

Früher hieß es: In Haan
sei nicht viel von der Welt zu erfahr’n.
Das war gemein.
Haan ist zwar klein,
doch inzwischen gibt es WLAN. 

/

Wer kennt noch die Burschen von Burscheid?
Die schworen sich einst einen Schwur-Eid!
Auf ewig zu ehren
die schulischen Lehren.
Naja. Oder bis nach der Schulzeit. 

/

Für Herrn P.: 

Er hat sowas behäbiges
und manchmal durchaus schäbiges,
und ist doch klar
ein großer Star
als Womanizer in Neviges. 

/

Die knurrigen Cowboys von Remscheid
entwickelten einst großen Ranch-Neid.
Den Colt gezückt!
Den Abzug gedrückt!
So schieden sie all’ von der Menschheit. 

/

Für F.: 

Der Dauerläufer von Lennep
war immer der größte Renndepp
doch dann hielt er an
und machte sich dran
Millionär zu sein, mit seiner Renn-App.

/

Für Meike:

Die Sarazenen zu Reichshof,
die laden jährlich zum Scheichs-Schwof.
Doch finden die Iren,
die dort vegitieren,
Wüste und Tanz etwa gleich doof.

Ein Mütterchen aus Eckenhagen
übt sich im Zecken-Erschlagen.
Zerdrückt und zerdetscht sie,
zerstampft und zerquetscht sie
und muss dann die Flecken ertragen. 

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